Zewa Methode nicht gut? Welche Methode nutzt ihr

  • Guten Abend,



    Ich hab mittlerweile des öfteren die Diskussion mitbekommen, das Leute sich darüber streiten wie gut die Zewa Methode zum Keimen von Samen ist - oder nicht ist.
    Seit ich angefangen habe zu growen, benutze ich nichts anderes um meine Samen zu keimen.
    Ich habe sie auch paar mal schon, wie ich es z.b. nur mit anderer Saatgut mache, in Erde keimen lassen, aber bisher war meine Quote mit der Zewa Methode immer bestens und empfinde diese am angenehmsten, weil ich das Zewa genauso so befeuchten kann wie ich es will.


    Ich finde es sogar schwieriger auf Erde als mit dem Zewa.. weil auf Erde viel Wasser absickert und ich meistens mehr gebe.. beim Zewa brauch man nur bisschen Wasser sprühen und drauf achten das es feucht bleibt.. nach 12std gehen die meistens auf und ins Wasserglas tue ich die vorher auch nicht.


    Ich habe bisher auch nie Jiffys verwendet, da ich hier immer die Sorge hatte, das Medium zu sehr anzufeuchten.
    Andere die behaupten die Zewa Methode sei gar nicht gut, beziehen ihre Kritik aber nur auf Anfänger, die kein Gefühl dafür besitzen richtig anzufeuchten und entweder den Samen ertränken oder vertrocknen lassen.


    Solange man die Temperatur bei 25 Grad hält und das Taschentuch mit Ph 6.5 angepassten Leitungswasser anfeuchtet, dann klappt alles. Bei mir keimen alle Samen, ganz selten ging mal einer nicht auf. Ich benutze aber auch immer wirklich Zewa Tücher, Toilettenpapier hingegen ist nicht so gut geeignet weil da verfangen sich z.b. die Wurzeln. Ist mir mal passiert..


    Was benutzt ihr ? Ich glaube die meisten nehmen Jiffys oder direkt in Erde.


    Ich hab irgendwo gelesen das Samenbanken bei einem Grower Ersatz verweigerten, weil er die Samen mit der Zewa Methode keimen ließ und die nicht aufgingen.
    Ich meine direkt in Erde ist die natürlichste Methode aber ich komme mit der Zewa Methode super klar.
    Hauptsache sie keimen..

    :*kritische Beiträge über eine Samenbank werden sofort

  • Quatsch, wer behauptet den sowas? Gehört zu einer alten bewährten Methode...


    Ich verwende eine andere Methode aber aus dem Grund der Einfachheit und würde trotzdem nichts gegen die Taschentuch-Methode sagen:
    - Ich nehme ein sauberes Glas mit Wasser und hau die Samen rein. (Oftmals passe ich nicht mal den PH an).
    - Nach 24-48 Stunden springen so gut wie alle auf..
    - Dann können sie schon ins Substrat, sei es Steinwolle, Eazy Plugs (Verwende ich!) oder Erde.
    Das Substrat ist am besten über einer Heizmatte.


    Sonst geht auch den Samen direkt in einen EazyPlug, aber das geht bisschen langsamer.
    Was will oder braucht man mehr ;)
    Ich würde sogar behaupten das die Glas-Methode besser und einfacher funktioniert... Mein erfolg ist auf jeden Fall höher, da man nichts falsch machen kann
    Samen -> Wasser


    Eins noch:
    Solang es so sauber bei dir funktioniert, schei** drauf was andere sagen :P


    Tipp:
    Alte Samen lassen sich auch noch keimen wenn man statt Wasser, Wasserstoffperoxid nimmt.
    Hier wieder mit der "Glas"-Methode


    Ich hab irgendwo gelesen das Samenbanken bei einem Grower Ersatz verweigerten

    Wo ist das den her?
    Wer gibt den einen bitte überhaupt Ersatz? Völlig schnuppe ob Zewa oder Ziegelstein lol01


  • - Dann können sie schon ins Substrat, sei es Steinwolle, Eazy Plugs (Verwende ich!)

    Hi,


    ich wollt direkt im easy plug keimen lassen.


    Ist das sinnvoll ?

  • Hi,
    ich wollt direkt im easy plug keimen lassen.


    Ist das sinnvoll ?

    Es ist nicht unlogisch.
    Verwendest du auch eine Wärmematte für dein Zimmergewächshaus?


    Wenn ja, ist der erfolg gut.
    Wenn nein habe ich fest gestellt das es mit dem Keimen bisschen länger dauert wenn sie direkt in EazyPlugs eingesetzt werden ohne Wärmematte.
    Dann lass sie besser in einem Glas Wasser keimen


    1. Wasser in ein SAUBERES Glas.
    2. Glas in die Dunkelheit stellen! (Zimmerschrank etc)
    Du kannst immer wieder nachsehen ob sie keimen.


    Der Samen müsste nach kurzer zeit unter gehen (Dann hat er sich voll gesaugt und Keimt warscheinlich)
    Samen die lange an der Wasseroberfläche schwimmen sind oft "tote" Samen.


    Auf jeden Fall wenn sie aufspringt und die kleine Wurzelspitze zu sehen ist kannst du sie vorsichtig (meist mit Pinzette) in den EazyPlug machen (Wurzel nach unten zeigend).


    Das ist alles nur ein Tipp um zu sehen keimt der Samen wirklich und es etwas zu beschleunigen. Sonst machst du mit EazyPlugs nichts falsch ;)

  • Aber dann doch stark verdünnt, oder ?Wulf und Karler sprachen von Mineralwasser beifügen (glaube 20%), muss wohl auch Keimtötent wirken---


    Grüsse !!!

    Wasserstoffperoxid ist schon verdünnt.
    Man nimmt 3% zum einlegen.
    97% sind destiliertes Wasser ;)


    Würde aber nach 12 Stunde 50% leitungswasser beifügen.


    Wasserstoffperoxid ist eine zuverlässige Methode um alte harte Samen auf zu weichen.


    Manche nehmen es sogar zu normalen keimung und sagen der vorgang wird um einiges beschleunigt. Dann aber stärker verdünnt ;)

  • Laut den Jungs und mittlerweile auch aus eigener Erfahrung hat Medium Wasser aus der Glasflasche ne ähnliche Wirkung


    Ok , ich nehms weils immer im Haus ist


    Peroxid werd ich mir aber wieder besorgen und dann mal probieren :thumbsup:

  • @Hausky
    Wasserstoffperoxid sollte immer im Haus sein.
    Gutes Hausmittel für vieles:


    -Keimung
    -Desinfektion von Räume / Werkzeug
    -Tötet Bakterien
    -Vernichtet Schimmel
    -Beseitigt Mehltau Pilze
    -Hilfte gegen Wurzelfäule
    ...


    Desinfektion auch am Menschen von wunden.
    etc etc

  • Ich mach’s wie immer, zewa, jiffie, endtopf... funktioniert...das reicht mir.
    PH vom Wasser passe ich nicht an, weil es dem Samen in den ersten Tagen egal ist wie der pH ist, solange es feucht ist :D

    kiffer01 Faulheit ist die Kunst, sich auszuruhen, bevor man müde wird kiffer01

  • Entweder war ich an dem Tag total hart und @Wulfman77 auch, oder du hast dir das falsch gemerkt ?(
    @Stehlis Vorschlag mit dem Peroxid ist schon ganz gut(außer das mit den Wunden ;) )

    ich nehms aber auch zum reinigen von Wunden. Super Sache !


    --------------- 11. November 2019, 08:25 ---------------
    Ich hab die Zewas aber gegen die Schwammtücher getauscht. Allerdings sollte man die vorher abkochen



    sind nicht ganz so nass wie die Zewas. Was meiner Meinung nach positiver ist und die Haarwurzeln wachsen nicht fest und brechen dann beim entnehmen ab. Ich pack 2 kleine feuchte stücken schwammtücher in eine Butterdose und dazwischen die Seeds und ab auf die heizmatte bei 25 grad.

  • Bei mir ist die Zewa-Methode seit ein paar Jahren out.


    Ich bin immer davon ausgegangen, daß bei der Keimung die Wurzelspitze über ein Organ verfügt, das ihr sagt, wo oben und unten ist. Diese Statolithen sind kleine, schwere Anteile in den Zellen der Wurzelspitzen und sind aufgrund der Schwerkraft immer Richtung Erdmittelpunkt orientiert, so daß die Wurzel zielstrebig nach unten wächst. Dieser Prozeß beginnt mit der "Erweckung", sprich dem Quellen des Samens und ist mit dem Erscheinen der Wurzelspitze auf Hochtouren. Lediglich die Wurzelspitze ist hier auch mit einer "Schutzschicht" versehen, an den Seiten bilden sich innerhalb weniger Stunden die ersten feinen Seitenhärchen der Wurzel, die sofort an jegliches Substrat anhaften.
    Nehme ich nun auch nur einen Ticken zu spät meine Samen vom Zewa nach dem Keimen weg, um sie in Erde zu verfrachten, haben sie zuerst einmal den Schock des Umsetzens und die Welt dreht sich unter Umständen für den Samen auf den Kopf. Das allein wäre nicht so schlimm, der Samen selbst enthält ja die Blattanlagen und erbebt sich über die Erde, sobald er unten genug verankert ist. Meine Erfahrung ist, ich reiße erste feine Seitenhärchen der gerade gekeimten Saat ab, wenn ich sie in den Topf mit Anzuchterde setze. Beides sehe ich als ungünstig für einen guten Start an.
    Bei mir wird direkt im Anzuchttopf mit Anzuchterde gekeimt. Feuchte Anzuchterde im kleinen Topf, Sämchen etwa 2 cm tief einbuddeln und ein Glas überstülpen, damit gespannte Luft entsteht. An einem warmen Ort, auf einer Heizmatte, oder wie bei bei mir im Regal neben dem Ofen, stehen lassen.
    Nach etwa zwei Tagen kommten die ersten Köpfchen nach oben und es geht recht zügig unter Licht. Sobald die Samenhülle und das Silberhäutchen ab sind, brauche ich das Glas nicht mehr und die Sämchen kommen mit etwas Abstand unter LED erstmal.


    Klappt bei mir eigentlich so gut, daß ich zufrieden bin mit der Keimquote, lediglich Samen die schon ein paar Jahre älter sind machen Zicken. Zu schade, daß ich das mit dem Wasserstoffperoxid jetzt erst höre, das hätte letztes Jahr sicher ein schönes "Vergleichskeimen" geben können. So habe ich die unwilligen Samen verworfen. Na, vielleicht auch besser so, ein bissel Schwund ist immer, find ich normal. Alte Samen haben nun mal keine 100%ige Keimrate.
    Ansonsten....naja...Cannabis ist ein anpassungsfähiges Kraut, da kann man schon eine Menge mit veranstalten und bekommt am Ende doch noch was Feines raus. Die Pflanze und der Mensch befinden sich in einem Co-Evolutionärem Prozeß, beide sind extrem anpassungsfähig an die unterschiedlichsten Bedungungen, der Schwund ist halt die Auslese, der Darwin-Prozeß, das survival of the fittest. So sehe ich das ungefähr.

    Ein Kraut sie zu knechten, ein Kraut sie zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden - legal01

  • Zum reingen von flächigen Wunden isses auch OK :thumbup:

    Zitat

    Wasserstoffperoxid sollte nur kurzfristig und gezielt angewendet werden. Gerade bei schmierigen eitrigen Wunde sprenge die Lösung den Belag gut ab, die desinfizierende Wirkung sei jedoch zu vernachlässigen. "H2O2 gehört jedoch nicht auf sauber granulierende Wunden oder Wundhöhlen"


    Bei Körnern weicht es auch hauptsächlich. Vielleicht tötet es auch die ein oder andere Spore, aber wenns um Keimtötung geht, verlass ich mich lieber auf Chlor.
    Ich hab den Eindruck, das wenn Budrot am Werk war, die Körner häufig von innen schimmeln. Da hilft dann das Bad in Desinfektion auch nicht mehr. Kann sein das schälen noch was bringt, aber dazu hab ich mich bisher nicht gedrängt gefühlt.

    Ente gut. Alles gut.

  • --> Darf ich nachfragen wie es gegen Wurzelfäule hilft? Mit ins Gießwasser damit oder iwie auf die erde sprühen oder wie geh ich da am besten vor?



    Thx

  • Ich hab den Eindruck, das wenn Budrot am Werk war, die Körner häufig von innen schimmeln. Da hilft dann das Bad in Desinfektion auch nicht mehr. Kann sein das schälen noch was bringt, aber dazu hab ich mich bisher nicht gedrängt gefühlt.


    Das kann ich 100% bestätigen, war ne Beobachtung von mir bei einer Pflanze die geschimmelt hat.
    Die Narbe hinten am Samen ist kontaminiert. Dass es in der Pflanze sitzt, habe ich sogar schon bei der Mutter vermutet.


    Mein erster Rückschluss war dass die genetik einfach DOMINANT schimmelempfindlich ist, aber das war def. ein Trugschluss wo ich die Kausalität verkannt habe.


    Das ist def. so wie du sagst! Was empfehlt ihr ? Chlor oder H2O2 um die samen mal zu säubern von aussen? (ohne die charge zu töten dabei)

  • Von Chlor bin ich da kein freund...
    Nur nach schweren pilzen das zelt säubern.


    H2o2 finde ich sanfter und sauberer...
    Es löst sich schließlich zu 100% in luft auf


    möchte nichts gegen karlers rat sagen nur überwiegen die vorteile von wasserstoffperoxid gegen chlor. und es arbeitet zuverlässig

  • Warum lieber Jiffys? Nachteile von Zewa. Netter Beitrag von dinafem:


    1. Zum einen ist die Struktur ideal, d. h. eine für das Keimen angemessene Menge an Luft und Wasser im Substrat.


    2. Durch die Sterilität des Produktes wird einem Pilzbefall vorgebeugt (Mehltau, Botrytis usw.) vorgebeugt.


    3. Es beinhaltet alle erforderlichen Elemente, um Ihren Samen/Keimling während der ersten Woche zu nähren, die ideale Menge an Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalzium und Magnesium. Für die optimale Entwicklung der Wurzeln sind Phosphor und Kalzium besonders wichtig.


    4. Es ist ph-neutral. Dies ist ideal und macht es zum perfekten Medium zum Keimen. Eine Woche lang ist nichts weiter als die Zugabe von Wasser erforderlich.


    5. Der Jiffy-7 ist speziell für eine mega-industrielle Produktion von Keimlingen ausgelegt. Düngen ist nicht erforderlich.


    6. Ein weiterer Vorteil besteht in der spezifischen Wärme: Wasser weist eine niedrige spezifische Wärmekapazität auf, d. h. wenn man ein volles Glas bei 25 C in einen Raum stellt, dauert es lange, bis das Wasser diese Temperatur erreicht. Wenn Sie die Hanfsamen daher in ein sehr feuchtes Medium geben (ein Glas oder zwischen Servietten), wird die Temperatur geringer. In einem Jiffy hingegen wird sie höher, weil sie mehr Luft ausgesetzt sind, und der Prozess geht schneller vonstatten.


    Manche Grower lassen ihre Hanfsamen jedoch zwischen Papierservietten keimen. Warum raten wir davon ab? Nun, diese Methode ist – obgleich sie effizient sein kann – suboptimal und weist einige Nachteile auf. Anfangs erhalten die Keimlinge nicht ausreichend Licht, da die Serviette, die sie bedeckt, das Eindringen von Sonnenstrahlen verhindert. Im Jiffy hingegen sind sie Licht ausgesetzt. Daher setzt die Photosynthese früher ein. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Wurzel im Jiffy beginnt, sich nach unten zu drehen und Nährstoffe zu absorbieren. Einerseits wird der Prozess beschleunigt, andererseits kommt es beim Bepflanzen des Jiffy-7 mit dem Keimling nicht zu einem Verpflanzungsschock.


    Von Dinafem empfohlene Methode zum Keimen von Hanfsamen