Bei welchen Krankheiten kommt Cannabis als Medizin in Frage?

  • Generell ist festzuhalten, dass Cannabis als Medizin weder ein Allheilmittel ist, noch zur massenhaften Anwendung taugt. Nach der neuen Gesetzeslage können Ärzte Cannabis in pharmazeutischer Qualität schwerkranken Menschen in Ausnahmefällen verordnen.


    Ausnahmen sind, wenn keine dem medizinischen Standard entsprechende Alternative besteht oder der behandelnde Arzt eine andere Therapie nicht für sinnvoll hält. Zudem muss eine begründete Aussicht bestehen, dass sich der Krankheitsverlauf für den Patienten verbessert und schwerwiegende Symptome gelindert werden.


    Ein TK-Report fasst Studienlage zusammen (11.12.2019)


    Ein aktueller im Auftrag der TK erstellter wissenschaftlicher Report zu Cannabis als Medizin arbeitet die bisherige Studienlage auf. Er kommt zu dem Ergebnis, dass folgende Krankheiten und Anwendungsbereiche eine denkbare Indikation für eine Therapie mit medizinischem Cannabis darstellen:


    chronische Schmerzen,
    Spastizität bei Multipler Sklerose und Paraplegie, Epilepsie, Übelkeit und Erbrechen nach Chemotherapie sowie Appetitsteigerung bei HIV/AIDS.


    Mögliche Indikationen für Medizinal-Cannabis sind demnach


    Angststörungen,
    Schlafstörungen,
    Tourette-Syndrom und
    ADHS - auch wenn dazu kaum wissenschaftliche Belege vorliegen.
    Keine Wirksamkeit von Cannabis besteht hingegen bei den Indikationen


    Depressionen,
    Psychosen,
    Demenz,
    Glaukom und
    Darmerkrankungen.
    Weitere Informationen zu einzelnen Krankheiten und Anwendungsbereichen:


    Übelkeit
    Häufig belasten Übelkeit und Erbrechen Krebspatienten während einer Chemotherapie. Entsprechend intensiv ist auch die Forschung dazu.


    Seit den 1970er Jahren wird die Rolle von Cannabinoiden in diesem Zusammenhang wissenschaftlich beobachtet, denn ihre Wirkmechanismen unterscheiden sich von konventionellen Antiemetika (Medikamente zur Unterdrückung von Übelkeit und Brechreiz).


    Doch auch in Übersichtsstudien zur bisherigen Forschungslage bleiben Unklarheiten: Während einige Autoren medizinischem Cannabis eine wissenschaftlich belegte Wirkung (Evidenz) bei Übelkeit durch Chemotherapie zuschreiben, können andere die Therapie mit Cannabinoiden bisher nicht empfehlen. Sie betonen, dass aktuell sicherere und wirksamere Antiemetika gegen Übelkeit und Erbrechen nach Chemotherapie verfügbar sind.


    Schmerzen
    Die Analyse verschiedener systematischer Übersichtsarbeiten zu medizinischem Cannabis bei Schmerzen offenbaren noch einige Unsicherheiten. Am ehesten wissenschaftlich belegt ist die Wirkung bei neuropathischen Schmerzen (auch: Nervenschmerzen).
    Außerdem scheint Cannabis als Medizin bei krebsbedingten Schmerzen einer Placebobehandlung überlegen zu sein.


    Eine Übersichtsarbeit zu Schmerzen bei Multipler Sklerose von 2017 konnte keine statistisch signifikanten Unterschiede gegenüber einer Placebobehandlung nachweisen. Es liegen jedoch insgesamt zu wenige Studien vor, um eindeutige Empfehlungen ableiten zu können.


    Bei akuten postoperativen Schmerzen lässt sich kein größerer Nutzen von Medizinal-Cannabis gegenüber Placebos feststellen.


    Mehrere neuere Metastudien betonen, dass Langzeitstudien zur Sicherheit und Wirksamkeit von Cannabis als Medizin sowie zur optimalen Dosierung bei neuropathischen Schmerzen notwendig sind.


    Fibromyalgie, muskuloskelettale Schmerzen und rheumatoide Arthritis
    Die Studienlage zum Einsatz von Cannabinoiden bei Fibromyalgie, muskuloskelettalen Schmerzen, rheumatoider Arthritis und tumorbedingten Schmerzen ist aktuell noch so dünn, dass ein wissenschaftlicher Beleg der Wirksamkeit nicht erbracht ist. Die bisherigen Ergebnisse gehen auf Studien mit eher kleinen Patientengruppen von 23 bis 50 Patienten pro Studie und kurzfristige Untersuchungszeiträume zurück.


    Manche Studien empfehlen zwar den Einsatz von Cannabinoiden im Schmerzmanagement und in der Palliativmedizin als individuellen Therapieversuch, weisen aber auf Nebenwirkungen wie Schwindel, Verwirrung oder Psychosen hin.


    Verkrampfungen/Spastizität
    Die Wirksamkeit von Medizinal-Cannabis bei Spastizität (in Folge von Multipler Sklerose oder Paraplegie) konnte für die bisher untersuchten Arzneimittel zumindest mit objektivierbaren Prüfkriterien nicht belegt werden. Die Belege stützen sich deshalb auf eine eher subjektiv empfundene Wirkung.


    Eine Zusammenfassung bereits vorliegender Übersichtsarbeiten zu medizinischem Cannabis bei Spastizität kommt zu dem Ergebnis, dass 30 Prozent der Patienten (vorwiegend mit Multipler Sklerose) nach der Therapie von einer Linderung der Symptome sowie etwa die Hälfte von einer als positiv empfundenen allgemeinen Veränderung berichteten. Bei den Patienten, die Placebos bekommen hatten, fühlten sich nur etwa 35 Prozent besser. Allerdings wird die Differenz auch der euphorisierenden oder sedierenden Wirkung von medizinischem Cannabis zugeschrieben.


    Die Studienlage zur Wirkung von Cannabinoiden bei Krampfanfällen im Rahmen einer Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) ist nicht ausreichend, um gesicherte Ergebnisse zu benennen.

    --------------- 8. Februar 2020, 15:40 ---------------
    Epilepsie
    Nach vielversprechenden Berichten über die Wirkung von Cannabis in einzelnen Fällen nahm das Interesse an einer Behandlung von Epilepsie mit Cannabis während des letzten Jahrzehnts zu. Allerdings gestaltete sich die Entwicklung einer geeigneten Rezeptur für die orale Einnahme als schwierig. Zudem können Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln vorliegen.


    Trotzdem unterstützen aktuelle Studienergebnisse die Wirksamkeit von Cannabinoiden bei Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndromen. Zudem sind weitere methodisch hochwertige Studien zu Cannabis bei fokalen Epilepsien noch nicht abgeschlossen.


    Depressionen und Angst
    Die Studienlage zur Behandlung von Depressionen mit medizinischem Cannabis ist aktuell sehr dürftig. Zwar zeigen diese Studien öfter eine Überlegenheit von Cannabinoiden gegenüber Placebos, doch diesen wenigen Studien liegt insgesamt ein eher erhöhtes Risiko für eine Verzerrung der Ergebnisse vor.


    ADHS
    Bisher liegen nur sehr wenige Forschungsergebnisse zu Cannabis als Medizin bei Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) vor. Vor allem sind Erfahrungsberichte publiziert worden. Eine Fallstudie zeigte beispielsweise, dass sich ein Patient mit einer starken ADHS-Symptomatik (unangemessenes Verhalten, Unaufmerksamkeit) nach THC-Konsum unauffällig verhalten konnte.


    Eine randomisierte experimentelle Pilotstudie untersuchte bei 30 Erwachsenen mit ADHS die Wirkung des Medikaments Sativex® gegenüber Placebo. Die Ergebnisse zur kognitiven Leistung und zum Aktivitätslevel der Patienten unterschieden sich dabei nicht signifikant.


    Die Symptome Hyperaktivität und Impulsivität dagegen verbesserten sich in der Sativex®-Gruppe.


    Es werden aber noch weitere Studien benötigt, um eine mögliche Wirkung von Cannabis auf die Symptome von ADHS bei Erwachsenen zu belegen. Außerdem wird die zukünftige Forschung Erkenntnisse zum endocannabinoiden System und ADHS liefern müssen.


    Appetitsteigerung bei HIV/AIDS und Krebspatienten
    Bei HIV/AIDS weisen einige Studien auf eine leicht gewichtsstimulierende Wirkung von medizinischem Cannabis hin. Einzelstudien zeigen auch bei palliativ behandelten Krebspatienten eine leichte Steigerung des Appetits, die gegenüber Placebo jedoch nicht signifikant waren.


    Eine aktuelle Übersichtsarbeit kommt zu dem Ergebnis, dass noch keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege für den Einsatz von Cannabinoiden bei Appetitverlust von HIV/AIDS- oder Krebspatienten vorliegen. Bisherige Studien umfassen eher kurze Beobachtungszeiträume bei kleinen Patientengruppen.


    Darmerkrankungen
    Zum Einsatz von medizinischem Cannabis bei Darmerkrankungen liegen nur wenige Studien vor. Ausreichende wissenschaftliche Belege dafür, dass sich die primären Beschwerden bei Morbus Crohn oder dem Reizdarmsyndrom durch medizinisches Cannabis verbessern, existieren noch nicht.


    Schlafstörungen
    Die Wirkung von medizinischem Cannabis auf Schlafstörungen war bislang nicht Hauptgegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Vereinzelt haben Studien - beispielsweise zu Medizinal-Cannabis bei Schmerzen - die Wirkung auf den Schlaf als sekundären Parameter erfasst. Dabei konnte jedoch nicht nachgewiesen werden, dass medizinisches Cannabis bei gestörtem Schlaf wirkt. Allenfalls kann die Rede von einem möglichen Nutzen sein.


    Tourette-Syndrom
    Es existieren vereinzelte Studien, die einen signifikanten Zusammenhang von verminderter Tic-Intensität bei Patienten mit dem Tourette-Syndrom und der Gabe von Medizinal-Cannabis herstellen.


    Es sind jedoch Studien mit größeren Patientenzahlen und längeren Behandlungszeiträumen sowie mit einem direkten Vergleich verschiedener Cannabinoide nötig, um Wirksamkeit und Sicherheit differenzierter zu belegen.


    Psychosen
    Es liegen keine belastbaren Studien vor, die eine Wirksamkeit von Cannabis als Medizin bei Psychose-Symptomatik zeigen.


    Schizophrenie
    Vorläufige Daten zur Wirksamkeit von Medizinal-Cannabis bei Schizophrenie scheinen vielversprechend. Dabei geht es speziell um den Wirkstoff Cannabidiol (CBD).


    Während der langfristige Konsum von Cannabis als Risikofaktor für Schizophrenie gilt, scheint CBD keine psychedelische Wirkung zu besitzen.


    Fallstudien deuten darauf hin, dass die antipsychotische Wirkung von CBD bei akuter Schizophrenie vergleichbar ist mit der Wirkung des Neuroleptikums Amisulprid - dabei jedoch weniger Nebenwirkungen zeigt. Trotzdem werden weitere groß angelegte klinische Studien benötigt, um die Wirksamkeit und Sicherheit von CBD bei Schizophrenie zu untersuchen.


    Demenz
    Zur Wirksamkeit von Cannabinoiden bei Symptomen von Demenz liegen aktuell keine wissenschaftlichen Belege vor. Eine systematische Übersichtsarbeit zu diesem Thema etwa betont den dringenden Bedarf an entsprechenden Studien.


    Glaukom
    Zur Wirksamkeit von Medizinal-Cannabis bei Glaukom ist die Studienlage sehr dünn und gibt keinen Hinweis darauf, dass die Gabe von cannabinoid-haltigen Substanzen den Augeninnendruck anders beeinflusst als Placebos.

  • Sehr schön und verständlich.


    Bei uns in der Behinderten Einrichtung, bekommt ein Bewohner ,Sativex flüssig. Dieser Mensch leidet unter Autismus, Epilepsie und noch so paar andere seltsame Krankheiten.Er sollte normalerweise Operiert werden,die Betreuerin war dagegen.Und deshalb hat man dann Cannabis in die Runde geworfen :D


    Es war aber auch ein sehr harter Weg bzw. Kampf. Krankenkasse, MDK,Gericht,Arzt,Psycholgen. Papierkram ohne ende. Das kann kein normaler Mensch ableisten,viel zu kompliziert...typisch deutsch.


    Wir können sagen, das wir eine wesentliche Verbesserung sehen.
    Epileptische Anfälle waren vor der Einnahme fast täglich,nicht schön anzusehen.
    Seit der Medikamenten Umstellung, fast keine Anfälle mehr nur ganz leichte Spastiken,Augenflimmern.Eine definitiv sichtliche Verbesserung.
    Und was mich viel mehr freut,er muss nicht mehr soviele Tabletten schlucken.



    Ich habe Cannabis immer als Rauschmittel gesehen, Abends zum einschlafen und zwischen durch zum abschalten.
    Seit der positiven Wesensveränderung,ist für mich klar Cannabis ist "Medizin".


    Muss man selbst erlebt haben .

  • Das habe ich ja selbst erlebt, nur die Freigabe als Medikament ist natürlich lächerlich wenn man die Hürden betrachtet die Ärzte bei verschreibung nehmen müssen

    Wenn Du merkst dir hilft das Gras rauchen,bau weiter an und verlass dich nicht darauf irgendwas auf Rezept zu bekommen.Dir werden die Wege absichtlich erschwert und die meisten Ärzte scheuen sich was zu verschreiben.

  • Und deshalb hat man dann Cannabis in die Runde geworfen

    Das ist ja cool, gerade weil ihr daran als Alternative gedacht habt! Habt ihr den Arzt und somit die Krankenkasse konsequent bequatschen müssen, nach dem Motto: Wieso Weshalb und Warum?
    Habt ihr euch auch noch rechtfertigen müssen und erklären sollen, warum ihr auf diese Idee kommt?
    Wär mal interessant zu wissen. :D

  • Und was machst du wenn Opiate nicht mehr wirken?

    Also wenn die nicht mehr wirken, hilft cannabis bestimmt nicht mehr :D Ausser vielleicht der beruhigende Effekt.

    Möchtest du dass ich etwas nicht verpasse? Dann rede mich mit @Goodpeace an.
    Das ganze Team kannst du mit @Team ansprechen (mich ausgeschlossen!).


    VERIFIZIEREN: ACCOUNT-VERIFIZIERUNG

    2-FAKTOREN-AUTHENTISIERUNG: ANLEITUNG

    SUPPORT: KONTAKT-FORMULAR

  • Zitat

    Während der langfristige Konsum von Cannabis als Risikofaktor für Schizophrenie gilt,

    Carl L Hart und Charles Ksir haben 2016 bereits aufgezeigt, das der Zusammenhang genau andersherum zu sein scheint. Im lezten Jahr haben Ian Hamilton und Mark Monaghan dann gezeigt, das der ansteigende THC Gehalt nicht zu ansteigenden Raten bei Erkrankten geführt hat, was bei der Annahme, dass Cannabis Psychosen auslöst, zu erwarten wäre.
    Martha di Forti hatte nur Monate zuvor aufgezeigt, dass Daten aus den Ländern die legalisiert haben, darauf deuten, dass stark ansteigende Konsumraten auf eine sich entwickelnde Psychose hinweisen können.
    Gerade um für letzteren Schluss den Sack endgültig zuzumachen, fehlen aber die Fallzahlen, da Cannabis nur für einen unbedeutend geringen Teil der Menschheit frei verfügbar ist.


    Hier nährt das Verbot die Furcht und die Furcht nährt das Verbot abgelehnt01

    Ente gut. Alles gut.

  • Das ist ja cool, gerade weil ihr daran als Alternative gedacht habt! Habt ihr den Arzt und somit die Krankenkasse konsequent bequatschen müssen, nach dem Motto: Wieso Weshalb und Warum?Habt ihr euch auch noch rechtfertigen müssen und erklären sollen, warum ihr auf diese Idee kommt?
    Wär mal interessant zu wissen. :D

    Die epilespie war/ist sehr stark ausgeprägt.Der Bursche ist 32 Jahre jung ohen Sicherheitshelm verlässt er sein Zimmer nicht!
    Der Betreuer kam darauf zusprechen weil er ein Bericht las über epilepsie und Cannabis und somit den Stein ins Rollen gebracht.
    Es hat glaube ich fast 1,5 jahre gedauert.
    genauere Angaben kann ich heute Abend nach dem Dienst machen.


    Die ganzen Pillen die die Behinderten Menschen am Tag schlucken müssen ist so unnormal. Es gibt für alles eine Pille.
    WeglaufTendez Pille, Ornaniert Pille,kann nicht schlafen Pille.... usw usf
    Viel besser ist es gewisse Symptome nicht mit PILLEN zu verschlimmbessern.


    Wie genau jetzt vorgegangen wurde kann ich nicht genau sagen, nur soviel, die Hausleitung hatte keinen Bock mehr drauf gehabt...
    Ärzte,Psycholgen,MA aus der Behinderteneinrichtung mussten mit dem MDK der KK zig Unterlagen ausfüllen beantragen und zu guter letzt muss das Gericht noch mitspielen.
    z.T sind die vom MDK... "Das doch ein Beinderter Mensch,was soll der mit Cannabis" oder "Wissen Sie wie teuer das Medikament ist und der Mensch würde doch eh nichts merken"
    Mir ist aufgefallen man will CANNABIS nicht verschreiben.Wir sind noch weit am Anfang und in den meisten Köpfen ist Cannabis immer noch "deufelszeug"was mit Heroin verglichen wird.


    Ob Behindert oder gesund. Auf Lebensqualität hat jeder ein Anspruch. Auch intelligenzgeminderte Menschen
    Jetzt ist es Gerichtlich festgehalten das der Patient Cannabis verschrieben bekommt für die dauer 1 jahres!

  • Also wenn die nicht mehr wirken, hilft cannabis bestimmt nicht mehr :D Ausser vielleicht der beruhigende Effekt.

    Genau dann macht das Sinn. Mein Hausarzt verschreibt Extrempatienten die auf 80mg Morphium oder haufenweise Oxycodon usw sind, Cannabis, weil irgendwann die Toleranz zu hoch ist um noch gescheit behandeln zu können ohne solchen Hammer wie Fentanyl einzusetzen. Cannabis verhindert nicht die Schmerzübertragung wie Opiate sondern ermöglicht es, den Schmerz nicht mehr bzw. nur noch begrenzt wahr zu nehmen. Mit der Cannabistoleranz kann man besser umgehen, da man sie relativ schnell durch Aussetzen des Konsums und kurzzeitigen Einsatz von Opiaten reduzieren kann ohne wieder abhängig von Opiaten zu werden. Macht besonders Sinn bei nicht-chronischen aber lange dauernden Schmerzen, da Opiate immer das Schmerzempfinden langfristig beeinflussen. Kommt aber selten bis kaum vor, dass jemand so tolerant gegenüber THC wird, dass man eine Pause machen muss, daher ist das Szenario zu vernachlässigen.